Vorschau Davis Cup Finale

Es ist das letzte wichtige Tenniswochenende des Jahres – das Davis Cup Finale in Zagreb zwischen Kroatien und Argentinien. Daher hier – wie  bei allen wichtigen Ereignissen gewohnt – unsere Vorschau.

Der Kroate Borna Coric hat am Mittwoch endgültig zurück gezogen, weshalb die Teams folgendermaßen aussehen:

Kroatien: Marin Cilic, Ivo Karlovic, Ivan Dodig und Franko Skugor

Argentinien: Juan Martin del Potro, Federico Delbonis, Guido Pella und Leonardo Mayer.

Die Auslosung hat folgendes ergeben:

Freitag:

Marin Cilic – Federico Delbonis

Ivo Karlovic – Juan Martin del Potro

Samstag:

Ivan Dodig/Franko Skugor – Leonardo Mayer/Guido Pella

Sonntag

Marin Cilic – Juan Martin del Potro

Ivo Karlovic – Federico del Bonis

Wie immer beim Davis Cup sind die Ansetzungen für den Samstag und Sonntag nicht in Stein gemeißelt. Es kann sehr gut sein, dass die beiden Kapitäne an beiden Tagen ihre Aufstellungen noch ordentlich durch würfeln werden.

Eine Überraschung gab es auch schon. Denn der Belag ist laut dem argentinischen Kapitän Daniel Orsanic mittel-langsam. Für Orsanic ein Grund zur Freude, für andere wohl eher eine Überraschung. Denn das kroatische Team hätte von einem schnellen Platz sicherlich mehr profitiert als die argentinischen Gegner. Doch laut Juan Martin del Potro sind die Gastgeber trotzdem Favoriten.

Sehr viel wird dabei sicherlich von Marin Cilic abhängen. Bei den ATP World Tour Finals lief beim Weltranglisten-6. nicht viel zusammen. Zwar besiegte er in einem bedeutungslosen Match noch Kei Nishikori. Doch davor gab es relativ deutliche Niederlagen gegen Andy Murray und Stan Wawrinka. Im zweiten Halbjahr ist die Form des 28-jährigen allerdings gut gewesen. Der Kroate gewann in Cincinnati und Basel und erreichte in Wimbledon das Viertelfinale. Im Davis Cup steht die Bilanz in 2016 im Einzel bei 4-2.  Die Niederlagen kamen gegen David Goffin und Jack Sock zu Stande. Im direkten Vergleich liegt Cilic gegen del Potro mit 2-8 hinten. Allerdings sind die beiden seit 2013 nicht mehr aufeinander getroffen. Gegen die anderen drei Argentinier steht Cilics Bilanz insgesamt bei 6-0. Idealerweise holt Cilic drei Punkte für die Kroaten – zwei sollten es aber mindestens sein. Im Einzel gegen Delbonis und im Doppel mit Ivan Dodig.

Ivo Karlovic war nach Verletzungsproblemen schlecht ins Jahr gekommen. Doch seit dem Sieg in Newport im Juli läuft es wieder bei dem 37-jährigen. Nach dem starken zweiten Halbjahr schliesst er 2016 in der Weltrangliste immerhin auf Platz 20 ab, vor Spielern wie David Ferrer, Alexander Zverev und Gilles Simon. Karlovic trat eigentlich vor vier Jahren aus dem Davis Cup zurück, ist aber auf Grund der Verletzungsprobleme der Kroaten noch einmal daabei. Sein letztes Einzelmatch spielte er im Jahr 2012 im Viertelfinale gegen Juan Martin del Potro. Damals gab es eine ganz klare Niederlage auf Sand. Gegen del Potro hat Karlovic bisher auch sonst im direkten Vergleich nicht viel Land gesehen. 1-4 liegt Karlovic hinten, verlor zuletzt vor ein paar Wochen in Stockholm gegen den Argentinier. Besser sieht es hingegen gegen Federico Delbonis aus Dort führt Karlovic mit 3-1, gewann im September 7:6 6:7 7:6 in Tokio gegen Del Bonis. Das wird dann auch die Aufgabe für Karlovic sein. Am Freitag del Potro beschäftigen, vielleicht irgendwie den Überraschungssieg schaffen und am Sonntag – falls es dazu kommt – Delbonis im entscheidenden, fünften Match schlagen.

Im Notfall könnte auch Ivan Dodig für die Kroaten zum Einsatz kommen. Immerhin hält Dodig noch die beachtliche Position 116 im Einzelranking. Einer für große Matches ist der 31-jährige durchaus. Sein denkwürdigster Sieg im Einzel kam im Jahr 2011 als er Rafael Nadal beim Rogers Cup 1:6 7:6 7:6 besiegte. Doch die Hauptaufgabe für Dodig wird es an diesem Wochenende sein, das Doppel zu gewinnen. Es wäre schon sehr überraschend, wenn er dafür nicht Marin Cilic an die Seite gestellt bekäme. Die beiden haben in diesem Jahr im Davis Cup immerhin die Bryan Brüder und Pierre Hugues-Herbert/Nicolas Mahut besiegt. Sollte Cilic sich verletzten oder doch für Sonntag geschont werden, könnte auch Franko Skugor spielen. Beileibe kein schlechter Doppelspieler. Aber an diesem Wochenende wahrscheinlich nur Zuschauer.

Juan Martin del Potro hat in diesem Jahr ein erstaunliches Comeback geschafft. Jeder hat von der olympischen Silbermedaille gehört. Doch eine der beeindruckendsten Leistungen schaffte del Potro im Halbfinale des Davis Cups. Er besiegte im Einzel Andy Murray und forderte keine 24 Stunden später die beiden Murrays im Doppel mit Leonardo Mayer. An diesem Wochenende ist del Potro der Favorit in beiden Einzeln, dafür sind die direkten Vergleiche gegen Cilic und Karlovic zu klar. Allerdings bräuchte ihn das Team eigentlich auch im Doppel. Denn dort besiegte er in diesem Jahr an der Seite von Guido Pella im Viertelfinale die Italiener Paolo Lorenzi und Fabio Fognini. Del Potro ist der beste Einzel- und Doppelspieler des Teams. Aber kann er wirklich schon drei Tage am Stück spielen? Zweifelhaft.

Federico Delbonis wurde dereinst durchaus viel zugetraut. Und auch wenn der 26-jährige bisher nicht enttäuschte, hat es doch zum großen Durchbruch nicht gereicht. Delbonis könnte der Hauptprofiteur der langsameren Bedingungen werden. Denn bei seinen großen Schwüngen ist Delbonis eher jemand für Sand und langsame Hardplätze. Der einzige Titel des Jahres kam dann auch auf Sand in Marrakech. Trotz seiner Größe macht Delbonis nicht genug mit seinem Serve, dafür kann er mit der Linkshändervorhand viel Druck entwickeln. Delbonis war in seinen beiden Matches gegen Marin Cilic bisher chancenlos. Gegen Karlovic reichte es auch nur zu einem Sieg – bei den Australian Open im Januar als Karlovic verletzt aufgeben musste. Trotzdem werden die Argentinier hoffen, dass Delbonis wie schon im Viertelfinale über sich hinaus wächst. Damals besiegte er sowohl Fabio Fognini als auch Andreas Seppi.

Guido Pella hat in diesem Jahr wieder hart gearbeitet. Aber gerade in den letzten Monaten kamen dabei nicht allzu viele Siege herum. Denn Pella ist jemand, der sich schwer tut auf Belägen bei denen der Ball kaum hoch springt. Trotzdem könnte Pella ein Option für das Doppel oder das entscheidende fünfte Match am Sonntag sein. Immerhin gewann er in diesem Jahr sowohl gegen Michal Przysiezny im Achtelfinale als auch im Halbfinale gegen Kyle Edmund.

Der wahrscheinlichste Doppelspieler für die Argentinier ist allerdings wohl Leonardo Mayer. Der 29-jährige spielte immerhin im Achtelfinale und Halbfinale. Sein Spiel ist auch eher für Hallenböden geschaffen, als dass von Pella. Mayer ist allerdings in diesem Jahr in der Einzelweltrangliste von Platz 35 auf 137 abgerutscht. Zuletzt spielte er sich auf der Challenger Tour wieder in Form.

Insgesamt sind die Kroaten bei der oben beschriebenen Konstellation sicherlich Favoriten. Ein 3-1 oder 3-2 Sieg scheint der wahrscheinlichste Ausgang fürs Wochenende. Wir werden uns auf jeden Fall in der kommenden Chip & Charge Folge alles ausführlich analysieren. Wie immer auf meinsportradio.de zu hören oder als Podcast auf iTunes.

Vorschau ATP World Tour Finals und Fed Cup Finale

Dieses Mal halten wir es mit dem Format etwas anders als sonst. Es gibt eine Doppel-Vorschau, sowohl für die ATP World Tour Finals, die am Sonntag in London beginnen, als auch das Fed Cup Finale, welches ab Samstag in Strasbourg ausgetragen wird.

ATP World Tour Finals (Live auf Sport 1+ und TennisTV)

Gruppe A 

Andy Murray ist der Formspieler des Turniers. Aber die Auslosung hat dem Weltranglistenersten keinen Gefallen getan. Zwar ist Murray gegen alle drei Gruppengegner der Favorit, er führt auch jeweils im direkten Vergleich. Allerdings besiegte Stan Wawrinka Murray letztes Jahr hier in London, während Marin Cilic und Kei Nishkiori beide in diesem Sommer gegen den Briten erfolgreich waren. Murray ist bei seiner Form natürlich trotzdem der Co-Favorit auf den Turniersieg, und dass obwohl er sich beim Jahresendturnier trotz acht Teilnahmen noch nie für das Endspiel qualifizieren konnte.

Wenn Murray der Formspieler ist, dann fällt Stan Wawrinka in die gegenteilige Kategorie. Seit dem US Open Sieg scheint die Luft beim Schweizer raus. Immerhin führt er im direkten Vergleich sowohl gegen Nishikori als auch gegen Cilic. Gegen den Kroaten gewann Wawrinka zuletzt sogar sechs Mal in Folge. Schafft es Wawrinka aus der Gruppe, kann es sogar den Titel gewinnen. Denn er ist der einzige Spieler im Feld, der sich jederzeit realistische Chancen gegen Murray und Djokovic ausrechnen kann.

Kei Nishikori verkaufte sich bei seinen beiden bisherigen Teilnahmen teuer. Der Belag in London erlaubte ihm zumindest in den Vorjahren sein schnelles und rhythmisches Spiel aufziehen. Nihikori wird wohl in jedes seiner drei Matches als (leichter) Außenseiter gehen. Man muss kein Experte sein, um festzustellen wie wichtig gerade die Matches gegen Wawrinka (h2h 2:4) und Cilic (h2h 7:5) werden. Was sich 2015 in London zeigte, und auch dieses Jahr wieder sein wichtig wird, ist der Aufschlag von Nishikori. Der Japaner sollte in der Lage sein Breaks rauszuspielen. Aber kann er auf dem vermutlich relativ langsamen Belag auch den eigenen Aufschlag beschützen?

Marin Cilic liegt im direkten Vergleich gegen alle drei Spieler hinten, vor allem gegen Wawerinka (2:10) und Murray (3:11) hat der Kroate bisher wenig Land gesehen. Aber die Form des Weltranglisten-7. in den letzten Wochen war beeindruckend. Cilic besiegte zudem Murray im Sommer in Cincinnati und Nishikori im Finale von Basel. Wenn er also seine Form nach London mitgebracht hat, sollte sich Cilic zumindest Chancen auf eine Halbfinalteilnahme ausrechnen.

Gruppe B

Die große Unbekannte im Feld ist zeitgleich auch der beste Spieler der letzten Jahre – Novak Djokovic. Niemand, vielleicht nicht mal Djokovic, weiß wie es zur Zeit um die Motivation des Australian Open und French Open Siegers bestellt ist. Wenn Djokovic so drauf ist, wie in den ersten sechs Monaten des Jahres, gewinnt der vierfache Titelverteidiger wahrscheinlich auch dieses Jahr in London. Aber selbst wenn Djokovic diese Woche abermals mit der Form kämpft, sollte er die Gruppenphase überstehen. Denn im direkten Vergleich gegen seine drei Gruppengegner führt Djokovic mit 23-1.

Nach dem Beginn des Jahres konnte man erwarten, dass Milos Raonic dauerhaft um Grand Slam Titel würde mitspielen. In Wimbledon reichte es dann auch zum Finale und der Kanadier hat durchaus sichtbare Fortschritte gemacht in seinem Spiel. Aber wie so häufig in diesem und den letzten Jahren, hat Raonic auch jetzt wieder mit einer Verletzung zu kämpfen. In Paris musste Raonic sein Halbfinalmatch wegen einer Muskelzerrung absagen. Selbst wenn er fit ist, könnte es für Raonic eng werden. Denn nicht nur Djokovic ist ein große, wenn auch für Raonic nicht unüberwindbare, Hürde. Auch Monfils hat trotz seines durchschnittlichen Returns das Spiel um Raonic zu schlagen. Ein frühes Ausscheiden ist durchaus möglich, ein überraschender Einzug ins Finale allerdings ebenso.

Gael Monfils ist einer von zwei Debütanten und hat sich mit vielen soliden Resultaten nach London gespielt. Stabil wie noch nie zog Monfils bei den US Open in das zweite Grand Slam Halbfinale seiner Karriere ein und hamstere viele Punkte bei ATP-Turnieren. Zwar hat es in diesem Jahr nur zu zwei Top 10 Siegen in acht Matches gereicht, aber darunter war ein Sieg gegen Raonic. In dieser Gruppe kann sich Monfils durchaus realistische Chancen auf das Halbfinale ausrechnen.

Dominic Thiem hat sicherlich die leichtere der beiden Gruppen erwischt. Doch selbst um sich hier durchzusetzen, wird der Österreicher eine ordentliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den letzten Wochen brauchen. Immerhin, gegen Monfils gewann Thiem das bisher einzige Duell und auch gegen Raonic steht die Bilanz gerade einmal bei 0-1. Ganz wichtig wird für Thiem in dieser Woche der Return, denn mit Raonic und Djokovic stehen zwei sehr gute Aufschläger in seinem Weg. Gegen beide hat er sich bisher beim Rückschlag schwer getan.

Fed Cup Finale Frankreich – Tschechien

Dauergast Tschechien kann zum fünften Mal in den letzten sechs Jahren den Titel gewinnen. Das Team um Petra Kvitova ist favorisiert, gerade weil das Finale auf Indoor-Hartplatz gespielt wird. Mit den starken Sandplatz-Resultaten von Mladenovic und vor allem Garcia wäre Asche sicherlich eine gute Alternative für die Französinnen gewesen.

Immerhin hat Garcia schon mal gegen ihre Auftaktgegnerin Kvitova gewonnen (direkter Vergleich 1:2). Auch Mladeonvics direkter Vergleich mit Pliskova ist eng (1:1). Trotzdem gehen die Tschechinnen so lange Kvitova und Pliskova spielen in jedes der Einzelmatches als Favoritinnen. Gerade im Halbfinale gegen die Niederlande mussten Garcia und Mladenovic hart kämpfen aber zeigten trotzdem wieder, dass sie im Fed Cup über dem sonstigen, unsteten Level auf der Tour spielen. Allerdings müsste dieses Mal wohl eine Ausnahmeleistung in jedem der Einzelmatches her, damit es vor dem dann entscheidenden Doppel zumindest 2:2 steht.

Selbst dort wären Mladenovic und Garcia trotz ihrer beeindruckenden Bilanz (im Fed Cup noch ungeschlagen, French Open Sieg in diesem Jahr) nicht die klaren Favoritinnen. Denn wen auch immer die Tschechinnen aufstellen, sie würden ein Weltklassedoppel zusammen bekommen.

Wir sprechen über den Ausgang des Finales, die ersten Matches in London und was sonst noch in dieser Woche geschehen ist in der kommenden Sendung. Bis dahin euch ein schönes Wochenende!

Die Chip & Charge Wochenvorschau #43

Wer spielt diese Woche?

Die Topherren sind zwar in Mannschaftsstärke beim letzten Masters des Jahres in Paris Bercy dabei. Aber wie so häufig in Bercy ist das Feld etwas dezimiert. Alleine aus den Top 10 fehlen drei Spieler: Rafael Nadal, Roger Federer und Gael Monfils. Bekanntlich sind auch Alexander Zverev und Nick Kyrgios nicht am Start. Die Top 10 der Damen haben sich fast alle in den Urlaub verabschiedet. Nur Johanna Konata spielt bei der Elite Trophy in Zhuhai. Dort geht es noch mal um Geld und Punkte für 12 der Spielerinnen, die das Jahresendturnier in Singapur verpasst haben.

Wo wird gespielt?

Das Turnier in Paris wird in Deutschland vor allem mit den Siegen von Boris Becker assoziiert und durchläuft ob des schwankenden Teilnehmerfeldes immer mal wieder kleine Krisen. Die vor einigen Jahren eingeführte einwöchige Pause zwischen Paris und den ATP Finals hat dem Turnier auf jeden Fall sichtlich gut getan. Die Veranstalter in Zhuhai haben für die Elite Trophy ein ziemlich schickes Stadion errichtet. Die Elite Trophy findet immerhin noch bis 2019 in der südchinesischen Stadt statt.

Was wird wichtig?

Andy Murray hat letzte Woche Vorarbeitet geleistet, jetzt kann er mit Unterstützung von Novak Djokovic zum Früchte ernten antreten. Murray muss in dieser Woche in Paris Bercy gewinnen, und hoffen dass Djokovic nicht das Finale erreicht. Dann übernimmt er zumindest bis zum Ende der ATP Finals den Spitzenplatz. Selbst wenn es Murray in dieser Woche nicht schafft, sollte er vor der Sandplatzsaison im kommenden Frühjahr noch ein paar Chancen erhalten endlich die Nummer 1 der Welt zu werden.

Los geht’s…

ATP

Paris (live auf TennisTV und Sport1+)

Zwei große Fragen werden die Woche in Paris bestimmen: Übernimmt Murray den Tennisthron? Und wer bucht das letzte Ticket nach London? Es finden sich nicht allzu viele Übersichten online, die zeigen welche Spieler sich noch unter welchen Voraussetzungen für London qualifizieren können. Die beste ist diese hier. Hoffen wir, dass der fleißige Autor die Schrift noch etwas vergrößert. Ansonsten bleiben wohl nur Wikipedia und das tagesaktuelle Race.

Wer spielt um den Titel? Wie fast immer in dieser Saison gibt es zwei Topanwärter auf den Titel, Novak Djokovic und Andy Murray. Beide haben eine durchaus anspruchsvolle Auslosung, aber das ist bei einem Masters Turnier auch nicht anders zu erwarten. Djokovic kann schon früh auf Grigor Dimitrov treffen. Auch Goffin oder Wawrinka wären unangenehme Gegner später im Turnier. Sollte Djokovic noch so gar nicht in Form sein, wäre sogar eine mögliche zweite Runde gegen Gilles Muller durchaus anspruchsvoll. Murray findet sich in einem Viertel mit Fernando Verdasco, Lucas Pouille und Tomas Berdych – alles Gegner, die er eigentlich fest im Griff hat. Im Halbfinale könnten Milos Raonic, Kei Nishikori oder Jo-Wilfried Tsonga warten. Sie alle können Murray schlagen. Der Brite wäre aber trotzdem der klare Favorit.

Wer überrascht diese Woche? Richard Gasquet findet sich in einem Viertel mit Dominic Thiem, Stan Wawrinka und David Ferrer. Zumindest gegen Thiem und Wawrinka hat Gasquet eine leichte Führung im direkten Vergleich. Gegen Ferrer hat Gasquet bisher nur drei von zwölf Maltches gewonnen, allerdings ist noch nicht klar, wie fit Ferrer denn nach seiner Aufgabe in Wien ist. Also durchaus eine Chance für Gasquet das Halbfinale beim letzten Masters des Jahres zu erreichen.

Wer muss aufpassen? Schon früh könnten zwei Spieler aufeinandertreffen, die hier letztes Jahr ordentlich Punkte einheimsten. David Ferrer stand 2016 im Halbfinale, John Isner immerhin im Viertelfinale. Ferrer hat dieses Mal ein Freilos in der ersten Runde und würde dann auf den Sieger aus Misha Zverev und John Isner treffen. Ferrer wird das Jahr vermutlich doch noch in den Top 20 beenden. Für Isner wird es ganz knapp, wenn es darum geht noch auf der Setzliste für die Australian Open zu landen. Im Moment steht er auf Platz 33 im Jahresranking.

WTA

Zhuhai (live auf TennisTV)

Die kleine Schwester des Jahresendturnieres verteilt immerhin auch bis zu 700 Punkte an die Siegerin. Damit könnte die ein oder andere Spielerin noch im letzten Moment den Sprung in die Top 10 schaffen. Caroline Wozniacki hat abgesagt. Davon ab sind jene 12 Spielerinnen dabei, die im Race to Singapore auf den Plätzen 10 bis 21 standen. Dazu kommt noch die Wildcard Zhang Shuai.

Wer spielt um den Titel? Die Titelvergabe scheint weit offen. Wer ist noch komplett motiviert, wer ist fit und wer kommt mit den Bedingungen klar? Immerhin hat der ziemlich gute Twitter Feed des Turnieres uns die Fleißarbeit abgenommen und den direkten Vergleich aller Teilnehmerinnen gegeneinander rausgesucht. Die Form spricht sicherlich für Petra Kvitova und Elena Svitolina während es die Auslosung relativ gut mit Carla Suarez-Navarro meint. Die große Unbekannte ist Joe Konta. Von allen Teilnehmerinnen hatte sie die beeindruckendste Saison. Aber hat die Britin ihre Bauchmuskelverletzung überwunden, die verhinderte, dass sie noch um den letzten Platz beim Jahresendturnier in Singapur kämpfen konnte?

Wer überrascht diese Woche? Eigentlich kann jede Spielerin realistischerweise das Turnier gewinnen. Eine Spielerin die ein vergleichsweise gute Auslosung hat ist Roberta Vinci, die klar im direkten Vergleich gegen Babora Strycova führt und auch schon drei Mal gegen ihre andere Gruppengegnerin Petra Kvitova gewonnen hat. Elena Vesnina führt immerhin mit 2-1 im direkten Vergleich gegen ihren Gruppenkopf Elena Svitolina, könnte es als auch Richtung Halbfinale schaffen.

Wer muss aufpassen? Aus dem Vorjahr sind nur zwei Spielerinnen dabei, Roberta Vinci und Elena Svitolina. Beide haben nicht sonderlich viele Punkte zu verteidigen. Der Rest der Teilnehmerinnen von 2015 hat entweder den Aufstieg zu den WTA Finals geschafft (Madison Keys, Svetlana Kuznetsova und Karolina Pliskova) oder ist im Ranking nach unten gepurzelt (Jelena Jankovic, Andrea Petkovic und Anna Karolina Schmiedlova).

Die Chip & Charge Wochenvorschau #42

Wer spielt diese Woche?

Die Damen spielen ihr Jahresendturnier aus, die Herren sind auf der Ziellinie für selbiges Turnier. Dementsprechend sind fast alle Topspieler und Topspielerinnen im Einsatz. Nur Serena Williams hat bekanntlich ihre Saison beendet und Novak Djokovic spielt erst wieder nächste Woche in Paris. Daher ist der besondere Fokus auf Angelique Kerber gerichtet und auf den Mann, der es Kerber nachmachen will. Denn auch Andy Murray könnte in den nächsten Wochen die Nummer 1 der Welt werden.

Wo wird gespielt?

Singapur trägt die inoffizielle Tennis-WM zum dritten Mal aus. Noch bis 2018 liegen die Rechte bei den Veranstaltern. Basel ist hingegen eines der Turniere mit großer Indoor-Tradition. Immerhin gibt es die Veranstaltung in der St.Jakobshalle schon seit mehr als vierzig Jahren. Auch die Vienna Open finden seit den frühen 1970ern statt. Mittlerweile dank dem 500er Status auch wieder dauerhaft mit großen Namen.

Was wird wichtig?

Gewinnt Murray das Turnier in Wien, dann kann er nächste Woche Novak Djokovic als Nummer 1 ablösen. Dafür müsste Murray zusätzlich beim Masters in Paris gewinnen, und hoffen dass Djokovic das Finale nicht erreicht. Aber auch so könnte ein Sieg diese Woche dabei helfen, Djokovic irgendwann in naher Zukunft als Weltranglistenersten abzulösen. Nach dem Rafael Nadal verkündet hat dieses Jahr nicht mehr zu spielen, geht es für Tomas Berdych und David Goffin noch um das letzte Ticket zu den ATP World Tour Finals. Berdych spielt in Wien während Goffin in Basel im Einsatz ist. Dank der besseren Auslosung in dieser Woche und dem Vorsprung von 190 Punkten Punkten in der Jahresrangliste ist Berdych zur Zeit der Favorit.

Los geht’s…

WTA

Singapur (live auf TennisTV, ran.de und teilweise bei ARD und ZDF)

Eine ausführliche Vorschau gibt es in der neuen Sendung. Die könnt ihr wie immer bei meinsportradio.de hören oder als Podcast runterladen. Es gab ein paar technische Schwierigkeiten, die sind jetzt aber behoben. Außerdem haben wir im Thema der Woche am letzten Donnerstag schon ausführlicher auf die Chancen von sieben der acht Teilnehmerinnen voraus geschaut. Wir werden euch natürlich die ganze Woche über bei Twitter auf dem Laufenden halten.

ATP

Basel (live auf TennisTV)

Roger Federer fehlt bekanntlich und damit das ganz große Zugpferd. Sein Finale letztes Jahr gegen Rafael Nadal war eines der unterhaltsameren Matches des Jahres. Immerhin die Veranstalter konnten in 2016 die Nummern 3, 4 und 5 der Weltrangliste verpflichten: Stan Wawrinka, Milos Raonic und Kei Nishikori. Wawrinka hat allerdings bei seinen letzten vier Teilnahmen jeweils in der ersten Runde verloren.

Wer spielt um den Titel? Die Titelvergabe ist offen wie selten. Denn neben den drei oben genannten Spielern können sich auch Grigor Dimitrov, Marin Cilic, Juan Martin del Potro, Richard Gasquet und David Goffin Chancen ausrechnen. Allerdings meinten es die Auslosungsgötter nicht gut mit Goffin. Zum Auftakt geht es gegen Marcos Baghdatis, dann wohl gegen Juan Martin del Potro und anschliessend der Setzliste nach gegen Kei Nishikori.

Wer überrascht diese Woche? Wir sprachen schon in der gestrigen Sendung über ihn. Pablo Carreno-Busta hat seit Wimbledon 19 Matches und 2 Titel gewonnen. Hier geht es direkt zum Auftakt gegen Fernando Verdasco und danach dürfte Marin Cilic warten. Aber so gut wie der Spanier im Moment drauf ist, dürfte er nicht chancenlos sein.

Wer muss aufpassen? Donald Young hat sich erfolgreich durch die Qualifikation gespielt. Das war aber auch dringend nötig, denn der Amerikaner hat Viertelfinalpunkte aus dem Vorjahr zu verteidigen. Im Moment steht Young auch nur auf Platz 99 der Jahresrangliste. Ein Sieg hier in der ersten Runde gegen Marchenko und Young sollte zumindest sicherstellen, dass er sich direkt für das Hauptfeld der Australian Open qualifiziert.  

Wien (live auf TennisTV)

Wir schrieben es schon oben, eine der ganz großen Geschichten der Woche ist Andy Murray und die Frage nach dem Tennisthron. Die Augen des Heimpublikums werden sich natürlich noch zusätzlich auf Dominic Thiem richten. Doch darüber hinaus sind mit Lucas Pouille, David Ferrer, Tomas Berdych und Jo-Wilfried Tsonga noch andere große Namen dabei. Philipp Kohlschreiber spielt ebenfalls und zwei der vier Qualifikanten sind aus Deutschland. Sowohl Bejamin Becker als auch Jan-Lennard Struff schafften noch den Sprung ins Hauptfeld.

Wer spielt um den Titel? Murray ist der klare Favorit. Es gibt Spieler, die ihn schlagen können. Aber eine Niederlage in der Stadthalle wäre schon eine Überraschung. Zwei mögliche Begegnungen sind von größerem Interesse. Murray hat bisher in zwei Matches gegen Lucas Pouille nur sieben Spiele abgegeben. Pouille könnte hier im Viertelfinale die Chance bekommen, sich etwas besser zu verkaufen. Dominic Thiem hat immerhin in zwei direkten Vergleichen schon jeweils einen Satz gegen Murray gewonnen. Ein Halbfinale zwischen Murray und Thiem wäre sicherlich einer der Höhepunkte der Woche.

Wer überrascht diese Woche? Würde Martin Klizan nicht gleich zum Auftakt auf Andy Murray treffen, müsste er hier auftauchen. Immerhin gewann der Slowake in diesem Jahr schon zwei 500er Titel. So könnte Roberto Bautista-Agut mal wieder überraschen. Natürlich nach seinem Finale in Shanghai wäre eine Finalteilnahme in der österreichischen Hauptstadt keine Sensation. Die Chancen dürften auf jeden Fall nicht so schlecht stehen. Gegen den möglichen Viertelfinalgegner Jo-Wilfried Tsonga hat Bautista-Agut zum Beispiel in diesem Jahr schon drei Mal gewonnen.

Wer muss aufpassen? Die beiden Vorjahresfinalisten David Ferrer und Steve Johnson gehören dieses Mal nicht zur ersten Garde der Titelfavoriten. Für beide geht es aber durchaus noch um einiges. Johnson steht auf der Kippe für die Setzliste bei den Australian Open. Im Moment wird der Amerikaner als Nummer 32 der Jahresrangliste notiert. Ferrer hingegen will das Jahr noch unter den Top 20 abschliessen. Genau auf Platz 20 steht er zur Zeit.

Das Chip & Charge Thema der Woche #41: Die WTA Finals

Was diese Woche bisher geschah

Eine der drei Kandidatinnen für den letzten Startplatz bei den WTA Finals ist schon raus. Carla Suarez-Navarro musste gestern mit einer Handgelenksverletzung im zweiten Satz gegen Daria Gavrilova in Moskau aufgeben. Damit verbleiben nur noch Svetlana Kuznetsova und Johanna Konta. Konta spielt wegen einer Verletzung in dieser Woche nicht. Kuznetsova muss noch drei Matches beim Turnier in Moskau gewinnen, dann fährt sie nach Singapur.

Ebenfalls beim Turnier in Moskau gewann Julia Görges ihre ersten beiden Matches. Einen erstaunlichen Sieg davon tragen konnte die junge Russin Anna Blinkova – fünf Matchbälle wehrte sie gegen Anastasia Sevastova ab bevor sie 10:8 im Tiebreak des dritten Satzes gewann. Die Wimbledon Finalistin von 2015 bei den Juniorinnen ist sicherlich eine für die Zukunft. In Luxemburg war Andrea Petkovic zwei Mal erfolgreich und Sabine Lisicki verlor erst im dritten Satz nach guter Leistung gegen Caroline Wozniacki.

In Antwerpen trifft Jan-Lennard Struff heute mal wieder auf Gilles Simon. Schon zwei Mal gab es für Struff nur knappe Niederlagen gegen den Franzosen – unter anderem in der ersten Runde des Davis Cups im Jahr 2015. In Moskau bestreitet Philipp Kohlschreiber heute sein erstes Match der Woche. Der junge Russe Karen Khachanov, vor kurzem immerhin Debütantensieger auf der Tour, verlor in einem engen Match gegen Damir Dzumhur.

Das bestbesetzte Herrenturnier der Woche findet in Stockholm statt. Hier gewann Alexander Zverev gestern Abend sein erstes Match. Vorher teilte er mit, dass dies sein letztes Turnier fürs Jahr 2016 sein würde. Zverev wird also weder in Wien, Basel noch beim Masters in Paris antreten. Zwar hätte sich Zverev noch eine eine Top 16 Platzierung für die Setzliste der Australian Open sichern können. Aber schon im Sommer zeigte sich ja, dass Zverev nach den intensiven ersten Monaten des Jahres eine Pause gebrauchen kann. Ebenfalls in Stockholm gewann Juan Martin del Potro zum Auftakt gegen John Isner.
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Die Chip & Charge Wochenvorschau #41

Wer spielt diese Woche?

Dafür dass wir uns in einer Übergangswoche zwischen großen Turnieren befinden, sind die Besetzungen der drei ATP-Turniere und der beiden WTA-Turniere durchaus prominent. Mit Svetlana Kuznetsova ist nur eine Top 10 Spielerin dabei. Doch gehört sie zu den Damen, die sich noch für Singapur qualifizieren können. Auch auf ATP-Seite ist vor allem das Turnier in Stockholm durchaus gut besetzt. Dort schlagen Spieler wie Juan Martin del Potro, Gael Monfils und Alexander Zverev auf.

Wo wird gespielt?

Die Hallensaison ist gerade bei den Damen kürzer als noch in der Vergangenheit. Aber in dieser Woche finden alle fünf WTA und ATP Turniere in der Halle statt. Mit Antwerpen kommt sogar auf der Herrenseite ein neues Turnier hinzu. Früher spielten in der Diamantenstadt die Damen. Sowohl das Herrenturnier in Stockholm als auch das kombinierte Turnier in Moskau haben einiges an Geschichte zu bieten. Die Damenveranstaltung in Moskau war dereinst sogar mal eines der wichtigsten Turniere des Jahres.

Was wird wichtig?

Alle Blicke richten sich nach Singapur, dort geht am Sonntag das Jahresendturnier der Damen los. In Moskau haben zwei Spielerinnen noch die Chance, sich im letzten Moment zu qualifizieren. Auch bei den Herren sind die ATP World Tour Finals nicht mehr in allzu weiter Ferne. Doch ist David Goffin in dieser Woche wohl der einzig aktive Spieler, der noch auf der Kippe steht. Um seine Chancen zu verbessern, braucht er allerdings einen Sieg in Antwerpen.

Los geht’s…

WTA

Moskau (live auf TennisTV)

Nach der Jahresendturnierabsage von Serena Williams geht es in Moskau noch um den letzten Platz für die WTA Finals. Den nimmt zur Zeit die ebenfalls verletzte Joe Konta ein, die aber sowohl von Svetlana Kuznetsova als auch von Carla Suarez-Navarro eingeholt werden kann. Beide müssen dafür aber in der russischen Hauptstadt gewinnen.

Wer spielt um den Titel? Neben Kuznetsova und Suarez-Navarro gehören auch Anastasia Pavlyuchenkova und Elina Svitolina zu den Titelfavoritinnen. Svitolina spielt im Moment wieder äußerst solide und Pavlyuchenkova hat drei ihrer vier WTA-Titel in der Halle geholt, unter anderem 2015 in Moskau.

Wer überrascht diese Woche? Ekaterina Makarova hat nach ihrem Rankingabsturz zuletzt ein paar Mal Lospech gehabt. Bei ihren drei letzten Turnieren traf sie zwei Mal früh auf Agnieszka Radwanska und ein Mal auf Serena Williams. Hier meint es die Auslosung gut mit ihr und ein Ausflug gen Halbfinale wäre keine große Überraschung

Wer muss aufpassen? Auch in den letzten Wochen lief es bei Daria Kasatikina nicht so schlecht. Doch viele hatten nach dem bemerkenswerten Jahresauftakt wohl noch mehr erwartet. Hier hat sie ein Halbfinale aus dem Vorjahr zu verteidigen, trifft zum Auftakt aber immer noch auf die mit ihrer Form kämpfende Belinda Bencic. Danach könnte es schon gegen Makarova gehen.

Luxemburg (live auf TennisTV)

Zwei ganz große Namen sind im Herzogtum am Start, Petra Kvitova und Caroline Wozniacki. Dazu sind fünf deutsche Spielerinnen, angeführt von Laura Siegemund, und die Luxemburgerin Mandy Minella dabei.

Wer spielt um den Titel? Spielt Kvitova in der Form der letzten Wochen wird sie wohl nur schwer zu schlagen sein. Aber natürlich kann die Tschechin auch direkt zum Auftakt ausscheiden. Die an zwei gesetzte Wozniacki hat ein schweres Programm, könnte schon in der zweiten Runde auf Sabine Lisicki oder Viktoria Golubic treffen. Trotzdem spricht durchaus einiges für ein Finale Wozniacki – Kvitova.

Wer überrascht diese Woche? Oceane Dodins Spiel ist wie gemacht für die Halle. Der gute Aufschlag und die harten Grundschläge brachten der Französin vor kurzem ihren ersten WTA-Titel in Quebec. Die Auslosung in Luxemburg ist durchaus anspruchsvoll. Aber wenn Dodin so spielt wie in den letzten Wochen, dann ist auch hier ein Halbfinale drin.

Wer muss aufpassen? Im letzten Jahr stand Mona Barthel hier noch im Finale. Wegen einer Krankheit musste die Schleswig-Holsteinerin dann die ersten Monate von 2016 aussetzen und wird zur Zeit nur noch auf Platz 192 im Jahresranking notiert. In diesen Regionen könnte sie auch in der Weltrangliste überwintern, falls ihr nicht noch einige Siege in den nächsten Wochen gelingen.

ATP

Moskau (live auf TennisTV)

Abseits der Veteranen Roberto Bautista-Agut, Philipp Kohlschreiber und Victor Troicki wird der Blick vor allem auf die jungen Russen gerichtet sein. Zwar erwischte es den prominentesten Namen Andrei Rublev schon in der Qualifikation. Dafür ist unter anderem der frisch gebackene Chengdu Turniersieger Karen Khachanov dabei.

Wer spielt um den Titel? Bautista-Agut ist nicht nur an Eins gesetzt, der Spanier ist auch der Topfavorit auf den Titel. Zu konstant hat er dieses Jahr auf Hardplätzen gespielt, gewann unter anderem das Indoor Hard Turnier in Sofia. Natürlich ist es möglich, dass der Weltranglisten-13. nach seinem Husarenritt in Shanghai erschöpft ist. Aber dafür muss er als Topgesetzter in dieser Woche ja auch nur vier Matches erfolgreich  für einen weiteren Turniergewinn bestreiten.

Wer überrascht diese Woche? Bei Lukas Rosol lief in diesem Jahr abseits des Davis Cups nicht viel zusammen, mittlerweile wird der Tscheche nur noch auf Platz 93 des Rankings verzeichnet. Aber hier könnte er die ersten beiden Runden überstehen und dann im Viertelfinale auf Victor Troicki treffen. Troicki gewann allerdings letzte Woche gegen den Tschechen, zum vierten Mal in sieben Aufeinandertreffen.

Wer muss aufpassen? Philipp Kohlschreiber erreichte in Moskau 2015 das Halbfinale und will er nächstes Jahr bei den Australian Open gesetzt sein, dann müssen wohl auch in 2016 noch ein paar Siege her. In der zweiten Runde könnte wieder Janko Tipsarevic warten, der schon letzte Woche in Shanghai gegen den Deutschen gewann.

Antwerpen (live auf TennisTV)

Die Veranstalter des neuen Turnieres haben eine ordentliche Besetzung an Land gezogen, profitieren dabei natürlich aber auch vom Antreten des Lokalmatadoren David Goffin. Die anderen beiden Belgier im Hauptfeld, Steve Darcis und Joris de Loore, brauchten eine Wildcard. Auch vier Deutsche sind dabei, angeführt von Florian Mayer.

Wer spielt um den Titel? Die Auslosung ist durchaus herausfordernd für Goffin, schon zum Auftakt geht es entweder gegen Mayer oder Tommy Robredo. Aber nach den letzten beiden, guten Wochen ist der Belgier der Topfavorit auf den Titel. Die anderen drei großen Namen – Richard Gasquet, David Ferrer und Gilles Simon – sind dazu alle in der unteren Hälfte zu finden.

Wer überrascht diese Woche? Jan-Lennard Struff wäre nach der Form der letzten Wochen sicherlich ein Kandidat. Doch die Auslosung des Warsteiners ist schwer. Da hat es Nicolas Mahut schon besser getroffen. Sollte der Boden einigermassen schnell sein, kann es für den Franzosen sogar bis ins Halbfinale gehen.

Wer muss aufpassen? Richard Gasquet und David Ferrer sind beide nicht mehr so konstant wie früher. Sowohl für Gasquet als auch Ferrer könnte das Jahr außerhalb der Top 20 enden. Hier würden sie im Halbfinale aufeinandertreffen.

Stockholm (live auf TennisTV)

Das Traditionsturnier konnte vier Namen verpflichten, die Aufmerksamkeit garantieren werden: Gael Monfils, Alexander Zverev, Juan Martin del Potro und Grigor Dimitrov. Die einzigen Schweden im Hauptfeld sind die Ymer Brüder, die allerdings beide ein Wildcard brauchten.

Wer spielt um den Titel? Zumindest vor dem Beginn scheint die Titelvergabe relativ weit offen. Zu den oben genannten Namen kommen auch noch Ivo Karlovic und Steve Johnson, beides Spieler, die sich durchaus wohl fühlen auf Hallenböden. Die einfachste Auslosung hat sicherlich Dimitrov, der erst im Halbfinale auf einen der anderen Mitfavoriten treffen könnte.

Wer überrascht diese Woche? Die Ymer Brüder sind durchaus talentiert, wie bei so vielen jungen Spielern fehlt es aber noch etwas beim Return. Bei beiden scheint zudem Sand der beste Belag zu sein. Der Jüngere, Mikael, trifft in Stockholm zum Auftakt auf Fernando Verdasco und dürfte fast chancenlos sein. Sein älterer Bruder Elias spielt gegen den Qualifikanten Tobias Kamke. Nicht unbedingt ein Match auf Augenhöhe, dafür ist Kamke zu erfahren, aber unterhaltsam dürfte es werden.

Wer muss aufpassen? Jack Sock konnte die Viertelfinalpunkte aus Shanghai gut gebrauchen. Denn in den nächsten beiden Wochen hat er nicht nur das Finale in Stockholm sondern auch das Halbfinale in Basel zu verteidigen. Hier hat er eine unangenehme Auslosung erwischt. Erst geht es gegen Malek Jaziri, dann gegen Dustin Brown oder Gilles Muller. Sollte Sock diese Hürden überstehen, wartet wohl Gael Monfils.

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Die Chip & Charge Wochenvorschau #39

Wer spielt diese Woche?

Die besten Spielerinnen der Welt sind diese Woche wieder in Mannschaftsstärke unterwegs, denn mit dem Premier Mandatory in Peking findet der vorletzte Höhepunkt der Saison statt. Danach gibt es nur noch kleine Turniere bis zu den WTA Finals, die vom 23. bis 29. Oktober in Singapur stattfinden. Bei den Herren sind auch sieben der Top 10 Spieler im Einsatz und doch fehlt ohne Roger Federer, Stan Wawrinka und Novak Djokovic der allerletzte Flair. Nächste Woche beim Masters in Shanghai sollten zumindest Wawrinka und Djokovic wieder dabei sein.

Wo wird gespielt?

Das Turnier in Peking kollidiert häufig mit einem der wichtigsten chinesischen Feiertage und Urlaubswochen und sieht sich daher fluktuierenden Zuschauerzahlen ausgesetzt. Doch zumindest in den späteren Runde herrscht oft gute Stimmung und mit den absoluten Topdamen und vielen Spitzenspielern bei den Herren ist auch genug Klasse am Start. Das Herrenturnier in Tokio war einst der Höhepunkt der kurzen Asientour, doch mittlerweile wird es von den chinesischen Turnieren überstrahlt.

Was wird wichtig?

Bei den Damen geht der Blick auf zwei Geschichten – kann Angelique Kerber den Vorsprung auf Serena Williams in der Weltrangliste soweit vergrößern, dass sie schon fast sicher als Nummer 1 des Jahres 2016 nach Singapur fährt? Außerdem: Wer bringt sich in Pole Position für die letzten Plätze beim Jahresendturnier? Auch bei den Herren wird es noch mal spannend. Kann Tomas Berdych Dominic Thiem noch mal auf Platz 8 des Jahresrankings abfangen und damit anstatt des Österreichers nach London zu den World Tour Finals fahren? Oder fällt sogar Rafael Nadal aus dem Teilnehmerfeld für London?

Los geht’s…

WTA

Peking (live auf TennisTV)

Zwar hat das Turnier in Peking noch keine große Tradition. Dafür liest sich die Liste der fünf bisherigen Siegerinnen durchaus beeindruckend: Agnieszka Radwanska, Victoria Azarenka, Serena Williams, Maria Sharapova und Garbine Muguruza. In diesem Jahr fehlt von den aktiven Top 20 Spielerinnen nur Serena Williams.

Wer spielt um den Titel? Wie schon letzte Woche ist die Favoritinnenfrage weit offen. Angelique Kerber hat eine gute Auslosung, ist in der chinesischen Hauptstadt aber noch nie übers Viertelfinale hinaus gekommen und die anderen Top 10 Spielerinnen sind  alle mit Fragezeichen behaftet. Garbine Mugurza ist vielleicht die neue Petra Kvitova, die gewann ja immerhin gerade in Wuhan. Simona Halep ist seit Monaten konstant in ihren Resultaten war das aber in der Vergangenheit nicht unbedingt beim Turnier in Peking und Agnieszka Radwanska verliert meist doch vor dem Titelgewinn. Auch Karolina Pliskova, Madison Keys und Svetlana Kuznetsova stolpern oft früher als ihre Ranglistenposition es vermuten lassen würde.

Wer überrascht diese Woche? Es wäre schon fast keine Überraschung mehr, aber die Auslosung meint es mit Caroline Wozniacki so gut, dass es auch dieses Mal bis ins Halbfinale gehen könnte. Nach den ersten acht Monaten der Saison wäre eine solche Konstanz dann irgendwie doch bemerkenswert. Härteste Gegnerinnen in Wozniackis Viertel sind wohl Agnieszka Radwanska und Dominika Cibulkova.

Wer muss aufpassen? Die Finalistinnen aus dem letzten Jahr sind beide ausser Tritt geraten. Garbine Muguruza hat seit ihrem French Open Sieg gerade einmal zehn Matches gewonnen und Timea Bacsinszky seit ihrem Viertelfinaleinzug beim selben Turnier nur sieben Matches. Mugruza kann jederzeit aufblühen, Bacsinszky wird nach ihrer krankheitsbedingten Aufgabe in Wuhan schauen müssen, wie viel geht.

ATP

Tokio (live auf TennisTV)

Das 500er Turnier wird seit mehr als 40 Jahren ausgetragen und Grand Slam Champions bevölkern die Siegerliste – von John McEnroe bis Roger Federer. Mittlerweile hat das andere 500er Turnier in Peking dem in Tokio allerdings etwas den Rang abgelaufen.

Wer spielt um den Titel? Kei Nishikori ist sicherlich erster Favorit auf den Titel, war in Tokio immerhin auch schon zwei Mal siegreich und hat einen guten Sommer gespielt. Dazu sind drei der vier Hauptkonkurrenten – Tomas Berdych, Gael Monfils und Nick Kyrgios –  in der unteren Hälfte zu finden.

Wer überrascht diese Woche? Kevin Anderson hat nach seinen Schulterverletzungen zum Jahresbeginn immer noch nicht an seine Form von 2015 anschliessen können. Aber seine Resultate in den letzten Wochen waren respektabel und hier könnte er zumindest die ersten beiden Runden überstehen, auch wenn – der zur Zeit selbst etwas formschwächere – David Goffin ein unangenehmer Gegner in einer potentiellen zweiten Runde wäre.

Wer muss aufpassen? Um Benoit Paire ist es abseits seines Rauswurfes bei Olympia relativ ruhig geworden. Das liegt vor allem auch an den fehlenden Siegen. Hier hat er ein Finale aus dem Vorjahr zu verteidigen, aber mit Marin Cilic einen ganz schweren Auftaktgegner. Werden die Resultate in den nächsten Wochen nicht besser, könnte der Franzose bis zum Jahresende sogar aus den Top 50 fallen.

Peking (live auf TennisTV)

In den Vorjahren hat Novak Djokovic hier stets seine Asiensaison begonnen und insgesamt sechs Mal den Titel gewonnen. Der Weltranglistenerste setzt in 2016 aus, aber auch so haben die Veranstalter ein gutes Feld zusammen gebracht. Alle acht Gesetzten sind in den Top 20 der Weltrangliste zu finden.

Wer spielt um den Titel? Hinter allen drei Topgesetzten stehen Fragezeichen. Andy Murray ging zuletzt bei den US Open und im Davis Cup die Puste aus, Rafael Nadal kann die engen Matches immer noch nicht konstant gewinnen und Milos Raonic sitzt auf einmal in einem tiefen Loch. Einer von Dreien sollte trotzdem am Ende siegreich sein, auch wenn Nadal sich vermutlich einen anderen, möglichen Viertelfinalgegner als Lucas Pouile gewünscht hätte.

Wer überrascht diese Woche? Noch hat Alexander Zverev kein ATP-Match gegen Dominic Thiem gewonnen. Drei Mal unterlag er ihm im Frühling diesen Jahres auf Sand. Mittlerweile ist Thiems Motor etwas ins Stottern geraten während Zverev gerade seinen ersten Titel holte. Sollte Zverev gegen Thiem gewinnen, dürfte er durchaus Chancen aufs Halbfinale haben. UPDATE: Es gibt sogar die Möglichkeit das Thiem gar nicht antritt.

Wer muss aufpassen? Fabio Fognini wird sich strecken müssen, will er das Jahr noch in den Top 50 beenden. Hier hat er Halbfinalpunkte aus 2015 zu verteidigen. Um dieses Mal so weit zu kommen, müsste Fognini laut Setzliste Victor Troicki, David Ferrer und Dominic Thiem schlagen. Ein durchaus anspruchsvolles Programm.

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Die Chip & Charge Wochenvorschau #38

Wer spielt diese Woche?

Die Topdamen sind fast geschlossen wieder im Einsatz, nur Serena Williams kann wegen ihrer anhaltenden Schulterverletzung diese Woche in Wuhan und nächste Woche in Peking nicht spielen. Dafür kehrt Angelique Kerber aus ihrem Kurzurlaub nach dem US Open Sieg zurück. Auf der Herrenseite pusten die absoluten Topspieler hingegen noch durch, dort wird das Tempo erst wieder in der kommenden Woche bei den Turnieren in Peking und Tokio angezogen.

Wo wird gespielt?

Die Expansion nach China geht immer weiter, drei der vier ATP und WTA-Turniere finden in dieser Woche dort statt. Neu im Kalender ist das Herrenturnier in Chengdu, in der Provinz Sichuan. Interessant zu sehen sein wird wie gut gefüllt die Tribünen denn sind, nachdem gerade letzte Woche in Guanghzhou nur wenige Zuschauer da waren.

Was wird wichtig?

Für Angelique Kerber sind die Absagen von Serena Williams die Chance den ersten Weltranglistenplatz weiter zu festigen. Zwar hat Kerber gerade in dieser Turnierkategorie, den Premier Mandatory und Premier 5, noch keinen Sieg geschafft. Doch sollte Kerber in den kommenden beiden Wochen in Wuhan und Peking zwei Mal das Halbfinale erreichen, dürfte sie den Platz an der Sonne zum Jahresende so gut wie sicher haben.
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Das Chip & Charge Thema der Woche #36: Vorschau Davis Cup Deutschland – Polen

Ihr kennt es schon von den anderen Chip & Charge Übertragungen des Fed und Davis Cups – zur Vorbereitung gehört eine Vorschau des Wochenendes.  Dazu gibt es an dieser Stelle noch die gewohnten Kategorien der anderen „Thema der Woche“ Einträge – eine Rückschau auf das Tennisgeschehen der letzten Tage, den Verweis auf einen interessanten Artikel und den Ballwechsel der Woche. Viel Spaß beim Lesen und wir hören uns Morgen ab 11 Uhr zur Liveübertragung auf meinsportradio.de.  

Was diese Woche bisher geschah

Bei uns zählt in dieser Woche vor allem der Davis Cup. Neben der Partie Deutschland – Polen werden wir euch fortlaufend auf dem Stand halten, was auf den anderen Plätzen passiert – vor allem bei den beiden Halbfinales Großbritannien – Argentinien und Kroatien – Frankreich.

Doch natürlich gibt es auch in dieser Woche wieder reguläre Tour-Events. Wie wir schon in unserer Wochenvorschau am Montag schrieben, findet in Quebec ein kleiner Ausflug in die Halle statt während in Osaka inoffiziell die Asien Tour eröffnet wird. In Osaka sind die ersten beiden Runde schon komplett gespielt, übrig geblieben sind nur zwei der acht gesetzten Spielerinnen. Vor allem für die Japanerin und Topgesetzte Misaki Doi war die Niederlage nach der bisher guten Saison bitter. Auch Sabine Lisicki und Antonia Lottner schieden schon zum Auftakt aus. Lottner war als Lucky Loserin ins Hauptfeld gerutscht, konnte aber nur einen der zwei Sätze gegen Katerina Siniakova eng gestalten.

Auch in Quebec konnte keine der drei DTB-Spielerinnen die erste Runde überstehen. Titelverteidigern Annika Beck bekam es zwar nicht wie angekündigt mit der gefährlichen Bethanie Mattek-Sands zu tun, die sagte wegen Müdigkeit ab, sondern mit der Lucky Loserin Barbora Stefekova. Die Tschechin gewann, für die 21-jährige immerhin der erste WTA-Hauptfeldsieg des Jahres. Mona Barthel verlor gegen die talentierte Kanadierin Francoise Abanda. Julia Goerges zog gegen Ekaterina Alexandrova den Kürzeren. Die 22-jährige Russin durchlebt gerade die besten Wochen ihrer Karriere und qualifizierte sich vor kurzem in Wimbledon das erste Mal in ihrem Leben für das Hauptfeld eines Grand Slam Turniers. Die allermeisten Augen sind in Quebec aber natürlich auf Eugenie Bouchard gerichtet. Bei ihrem ersten Auftritt seit dem Jahr 2013 hielt sich die ehemalige Wimbledon-Finalistin schadlos. Als einzig verbliebene gesetzte Spielerin sollte sie eigentlich auch das Turnier gewinnen. Nur fehlte es Bouchard in den letzten beiden Jahren immer wieder an Konstanz.
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Die Chip & Charge Wochenvorschau #36

Wer spielt diese Woche?

Angelique Kerber hat gerade ihr zweites Grand Slam Turnier gewonnen. Für sie und ihre Fans ein Anlass zum Feiern. Die Tennisuhr dreht sich dennoch weiter und bringt Veranstaltungen der unterschiedlichsten Couleur mit sich. Der größte Fokus wird auch bei uns auf den Davis Cup gerichtet sein. Wir übertragen schließlich das Relegationsmatch zwischen Deutschland und Polen live aus Berlin vom ersten bis zum letzten Ballwechsel (wie immer auf meinsportradio.de). Zeitgleich finden die beiden Halbfinales statt – beide mit namhafter Beteiligung. Andy Muray und Juan Martin del Potro sind im Semifinal zwischen Großbritannien und Argentinien dabei und Marin Cilic gegen Jo-Wilfried Tsonga und Co lautet es bei Kroatien gegen Frankreich. Bei den Damen finden zwei reguläre Tourevents statt. Aber keine Spielerin aus den Top 30 tritt an. Das ist keine große Überraschung, schliesslich geht es nächste Woche schon mit dem wichtigen Turnier in Tokyo weiter, wo einige Top 10 Spielerinnen gemeldet haben.

Wo wird gespielt?

Das WTA-Turnier in Osaka wurden in den letzten Jahren durch den Kalender geschoben, hat jetzt aber sein Zuhause in der Woche direkt nach den US Open gefunden. So markiert es trotz fehlender großer Namen den inoffiziellen Auftakt zur Asiensaison der Damen, der letzten Etappe im WTA-Tennisjahr. Das Turnier in Quebec scheint hingegen aus einer längst vergangenen Zeit, damals als Hallenturniere in Europa und Nordamerika noch einen wesentlich größeren Stellenwert im Kalender hatten. Es gab immer wieder Gerüchte, dass die Lizenz nach Vancouver verkauft werden sollte. Aber jetzt bleiben die Veranstalter wohl vorerst in Quebec City. Die Frage bleibt trotzdem: Wie lange noch?

Was wird wichtig?

Der Davis Cup scheint offen wie selten. Ein Sieg durch jede der vier verbliebenen Mannschaften wäre keine Überraschung. Doch gerade die Franzosen und Argentinier werden auf den ganz großen Coup hoffen. Argentinien stand schon vier mal im Finale, zuletzt 2011, konnte aber noch nie gewinnen. Das ist den Franzosen immerhin schon neun mal gelungen. Doch liegt der letzte Triumph schon 16 Jahre zurück als noch kein Spieler dieser so talentierten Generation im Aufgebot war. Die Salatschüssel sicherte damals Nicolas Escude im fünften Match des Wochenendes gegen Wayne Arthur.
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